Chronische Schmerzen im Rücken, die jeden Schritt zur Qual machen. Atemprobleme, die den Alltag einschränken. Oder eine tiefe Erschöpfung, die einfach nicht weichen will. Wenn Ihr Körper nach einer Auszeit ruft, kann eine Badekur der Wendepunkt sein.
Eine Badekur verbindet medizinische Betreuung mit der Heilkraft der Natur. Sie tanken neue Kraft fernab vom Alltag, in einem Kurort, der genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Das Besondere: Ihre Krankenkasse unterstützt Sie dabei.
Doch der Weg zur bewilligten Badekur wirft viele Fragen auf. Habe ich überhaupt Anspruch? Wie stelle ich den Antrag richtig? Welche Kosten übernimmt die Kasse und was bleibt bei mir?
Dieser Ratgeber begleitet Sie Schritt für Schritt. Von der ersten Überlegung bis zur erfolgreichen Durchführung Ihrer Kur. Verständlich, konkret und ohne Werbeversprechen.
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Wissenswertes zur Badekur
Was ist eine Badekur?
Eine Badekur ist eine ambulante medizinische Vorsorgemaßnahme nach § 23 SGB V. Sie findet in einem staatlich anerkannten Kurort statt und nutzt ortsgebundene Heilmittel wie Thermal- oder Mineralwasser.
Anders als bei einer stationären Reha wohnen Sie in einer selbst gewählten Unterkunft. Sie besuchen täglich die verordneten Therapien – Bäder, Massagen, Bewegungstherapie. Ein Kurarzt vor Ort betreut Sie medizinisch.
Die Badekur dauert in der Regel drei Wochen. Ihr Ziel: Gesundheitliche Beschwerden lindern, Krankheiten vorbeugen und Ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern.
Die Krankenkasse übernimmt 90 Prozent der Behandlungskosten. Unterkunft und Verpflegung tragen Sie selbst. Dafür genießen Sie maximale Flexibilität bei der Wahl Ihres Kurortes und Ihrer Unterkunft.
Inhalt
Mediznische Indikationen: Bad diesen Beschwerden wirkt eine Badekur
Wer hat Anspruch auf eine Badekur?
Wann ist eine Badekur nicht geeignet?
Badekur beantragen so geht`s
Häufige Fehler beim Antrag vermeiden
Kosten einer Badekur
Krankenkassen im Vergleich
Die beliebtesten Kurorte für Ihre Badekur
Badekur mit Krankenkassenzuschuss
Häufige Fragen zum Thema Badekur
Für wen ist eine Badekur geeignet?
Eine Badekur kommt für Sie infrage, wenn chronische Beschwerden Ihren Alltag belasten. Wenn konventionelle Behandlungen nicht ausreichen. Oder wenn Sie einer Verschlimmerung vorbeugen möchten.
Die Kombination aus natürlichen Heilmitteln, ärztlicher Betreuung und der Auszeit vom Alltag kann entscheidend zu Ihrer Genesung beitragen.
Medizinische Indikationen: Bei diesen Beschwerden hilft eine Badekur
Orthopädische Erkrankungen
Chronische Rückenschmerzen und Wirbelsäulenbeschwerden gehören zu den häufigsten Gründen für eine Badekur. Thermalwasser und Moorbäder lindern Schmerzen und fördern die Beweglichkeit.
Weitere Indikationen:
- Arthrose und Gelenkbeschwerden
- Rheuma und entzündliche Gelenkerkrankungen
- Osteoporose
Stoffwechselerkrankungen
Heilwasser mit spezieller Mineralstoffzusammensetzung reguliert Ihren Stoffwechsel. Bewegungs- und Ernährungstherapien ergänzen die Behandlung.
Typische Indikationen:
- Diabetes mellitus Typ 2
- Übergewicht und Adipositas
- Gicht und erhöhte Harnsäurewerte
- Fettstoffwechselstörungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Heilwasser und moderate Bewegungstherapien unterstützen Ihr Herz-Kreislauf-System. Besonders nach einem Herzinfarkt kann eine Badekur zur Nachsorge beitragen.
Geeignet bei:
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Durchblutungsstörungen
- Venenleiden und chronische Venenschwäche
- Funktionellen Herzbeschwerden
- Chronische Muskelverspannungen
Hauterkrankungen
Schwefelwasser-, Sole- und UV-Therapien lindern chronische Hautleiden. Die Kombination aus Bädern und Klimareizen zeigt oft beeindruckende Erfolge.
Geeignet bei:
- Neurodermitis (atopisches Ekzem)
- Psoriasis (Schuppenflechte)
- Chronische Ekzeme
- Akne (schwere Formen)
Atemwegserkrankungen
Sole, Seeklima und Höhenluft wirken befreiend auf Ihre Atemwege. Inhalationen und Atemtherapien gehören zum Standard-Behandlungsplan.
Indikationen:
- Chronische Bronchitis
- Asthma bronchiale
- COPD (leichte bis mittlere Formen)
- Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen
- Allergien der Atemwege
Psychosomatische Erkrankungen
Die Auszeit vom Alltag wirkt oft Wunder. Entspannungsbäder, Bewegung in der Natur und therapeutische Gespräche helfen Ihnen, neue Energie zu tanken.
Indikationen:
- Erschöpfungszustände und chronische Müdigkeit
- Burn-out-Syndrom
- Stressfolgeerkrankungen
- Leichte bis mittelschwere Depressionen
- Schlafstörungen
Wer hat Anspruch auf eine Badekur?
Gesetzlich Versicherte
Alle gesetzlich krankenversicherten Personen haben grundsätzlich Anspruch auf eine ambulante Badekur. Die rechtliche Grundlage bildet § 23 SGB V.
Voraussetzung ist die medizinische Notwendigkeit. Ihr Arzt muss bescheinigen, dass eine Badekur sinnvoll ist und ambulante Behandlungen am Wohnort nicht ausreichen.
Die Vier-Jahres-Regel gilt: Zwischen zwei Badekuren müssen mindestens vier Jahre liegen. In begründeten Ausnahmefällen – etwa bei schwerer Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands – ist auch eine frühere Bewilligung möglich
Rentner
Als Rentner können Sie eine Badekur über Ihre Krankenkasse beantragen. Das Alter spielt keine Rolle es gibt keine Obergrenze.
Alternativ ist ein Antrag bei der Rentenversicherung möglich. Dies kommt infrage, wenn Ihre Erwerbsfähigkeit gefährdet ist oder die Pflegebedürftigkeit vermieden werden soll.
Tipp: Klären Sie vorab mit Ihrer Krankenkasse, welcher Träger für Sie zuständig ist.
Berufstätige
Vollzeitbeschäftigte haben Anspruch auf Freistellung während der Badekur. Sie benötigen dafür ein ärztliches Attest und den Bewilligungsbescheid Ihrer Krankenkasse.
Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Sie für die Dauer der Kur freizustellen. Sie erhalten weiterhin Ihr reguläres Gehalt. Die Badekur gilt nicht als Urlaub.
Selbstständige können ebenfalls eine Badekur beantragen. Die Organisation erfordert jedoch mehr Eigeninitiative bei der zeitlichen Planung.
Kinder und Jugendliche
Auch für Kinder und Jugendliche ist eine Badekur möglich. Häufig wird sie als Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur durchgeführt.
Typische Kinderindikationen:
- Asthma bronchiale und Atemwegserkrankungen
- Neurodermitis und Hauterkrankungen
- Übergewicht und Adipositas
- Entwicklungsverzögerungen
- Allergien
Eine eigenständige Kinderkur kommt ab dem Schulalter infrage. Die medizinische Notwendigkeit muss durch den Kinderarzt bescheinigt werden.
Wann ist eine Badekur nicht geeignet?
Eine Badekur setzt voraus, dass Sie ambulante Therapien wahrnehmen können. Bei bestimmten Erkrankungen ist sie daher nicht die richtige Maßnahme.
Ausschlusskriterien:
- Akute Infektionskrankheiten und fieberhafte Erkrankungen
- Schwere psychische Erkrankungen, die stationäre Betreuung erfordern
- Pflegebedürftigkeit (wenn selbstständige Lebensführung nicht möglich ist)
- Fehlende Mobilität für ambulante Behandlungen
- Suchterkrankungen im akuten Stadium
In diesen Fällen ist eine stationäre Rehabilitation die bessere Alternative. Ihr Arzt berät Sie, welche Maßnahme für Sie geeignet ist.
Badekur beantragen: So geht's
Der Weg zur bewilligten Badekur ist überschaubarer, als viele denken. Mit der richtigen Vorbereitung erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine schnelle Zusage deutlich.
Die 6 wichtigsten Schritte zum erfolgreichen Antrag einer Badekur
1. Gespräch mit Ihrem Hausarzt
Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder Facharzt. Schildern Sie ausführlich Ihre Beschwerden und erklären Sie, warum bisherige Behandlungen nicht ausreichen. Ihr Arzt stellt das Formular aus das ist die ärztliche Verordnung für ambulante Vorsorgeleistungen. Achten Sie darauf, dass alle Diagnosen präzise dokumentiert sind.
2. Kurort und Zeitraum festlegen
Wählen Sie einen staatlich anerkannten Kurort, der auf Ihre Erkrankung spezialisiert ist. Rheuma-Patienten profitieren von schwefelhaltigen Quellen, Atemwegserkrankte vom Seeklima. Legen Sie Ihren Wunschzeitraum fest. Berücksichtigen Sie dabei berufliche Verpflichtungen und persönliche Präferenzen. Flexibilität erhöht die Bewilligungschancen.
3.Antrag bei der Krankenkasse einreichen
Reichen Sie das ausgefüllte Formular 64 zusammen mit einem formlosen Anschreiben bei Ihrer Krankenkasse ein. Erläutern Sie kurz, warum die Badekur medizinisch notwendig ist. Fügen Sie relevante Befunde und Arztberichte bei. Je besser dokumentiert Ihre gesundheitliche Situation ist, desto höher sind Ihre Chancen.
4.Bewilligungsbescheid abwarten
Die Krankenkasse prüft Ihren Antrag durch den Medizinischen Dienst (MD). Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel drei bis sechs Wochen. Bei Ablehnung haben Sie das Recht auf Widerspruch. Lassen Sie sich nicht entmutigen – viele Ablehnungen werden nach einem begründeten Widerspruch doch noch bewilligt.
5.Unterkunft buchen
Nach der Bewilligung buchen Sie Ihre Unterkunft im gewählten Kurort. Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen – Sie haben freie Wahl. Viele Kurorte bieten spezielle Kurgast-Unterkünfte mit Verpflegung an. Informieren Sie sich vorab über Preise und Ausstattung.
6.Kurarzt vor Ort aufsuchen
Am ersten Kurtag stellen Sie sich beim Kurarzt vor. Dieser erstellt Ihren individuellen Behandlungsplan basierend auf der ärztlichen Verordnung. Der Kurarzt begleitet Sie während der gesamten Kur medizinisch. Er passt die Therapien bei Bedarf an und dokumentiert Ihren Behandlungsverlauf.
Häufige Fehler beim Antrag vermeiden
- Unvollständige ärztliche Verordnung
Achten Sie darauf, dass Ihr Arzt alle Diagnosen und bisherigen Behandlungen detailliert dokumentiert. Eine pauschale Begründung führt oft zur Ablehnung. - Fehlende Befunde
Reichen Sie aktuelle Befunde, Röntgenbilder oder Laborwerte mit ein. Diese untermauern die medizinische Notwendigkeit. - Zu kurze Zeitspanne zur letzten Kur
Die Vier-Jahres-Regel ist strikt. Prüfen Sie vorab, wann Ihre letzte Badekur oder Reha stattfand. Ausnahmen müssen medizinisch zwingend begründet werden. - Unklare Kurort-Wahl
Begründen Sie, warum gerade dieser Kurort geeignet ist. Schwefelbäder bei Gelenkbeschwerden, Seeklima bei Atemwegserkrankungen – die Wahl sollte zur Indikation passen. - Widerspruch bei Ablehnung einlegen
Wurde Ihr Antrag abgelehnt, haben Sie vier Wochen Zeit für einen Widerspruch. Nutzen Sie diese Frist unbedingt.
Kosten einer Badekur: Wer zahlt was?
Die Kostenfrage ist für viele der entscheidende Punkt. Die gute Nachricht: Die Krankenkasse übernimmt einen großen Teil der Kosten. Einige Ausgaben bleiben jedoch bei Ihnen.
Ein klarer Überblick hilft Ihnen, die finanzielle Belastung realistisch einzuschätzen.
Was übernimmt die Krankenkasse?
- Behandlungskosten (90 Prozent)
- Die Krankenkasse trägt 90 Prozent der ärztlich verordneten Kurmittel. Dazu gehören:
- Bäder (Thermal-, Sole-, Moorbäder)
- Massagen und manuelle Therapien
- Bewegungstherapie und Krankengymnastik
- Inhalationen
- Elektrotherapie
- Ärztliche Betreuung durch den Kurarzt
Die restlichen 10 Prozent zahlen Sie als gesetzliche Zuzahlung selbst. Diese Zuzahlung ist auf maximal 10 Euro pro Tag begrenzt.
Kurärztliche Leistungen
Die Erstuntersuchung beim Kurarzt sowie alle weiteren ärztlichen Konsultationen während der Kur werden vollständig von der Krankenkasse übernommen. Der Kurarzt erstellt Ihren Behandlungsplan und passt ihn bei Bedarf an. Diese Leistungen belasten Sie nicht zusätzlich.
Was zahlen Sie selbst?
- Unterkunft und Verpflegung
Die Kosten für Hotel, Pension oder Ferienwohnung tragen Sie komplett selbst. Je nach Komfortanspruch und Kurort variieren die Preise erheblich. - Anreise und Kurtaxe
Fahrtkosten zum Kurort sind Ihre private Angelegenheit. Die Krankenkasse beteiligt sich nicht an den Kosten für die Anreise. Die Kurtaxe: eine kommunale Abgabe der Kurorte, liegt meist zwischen 2 und 4 Euro pro Tag. Sie ermöglicht die kostenlose Nutzung von Kurpark, Veranstaltungen und öffentlichen Einrichtungen. - Zuzahlung für Kurmittel
Die gesetzliche Zuzahlung beträgt 10 Prozent der Behandlungskosten, maximal jedoch 10 Euro pro Tag. Bei einer dreiwöchigen Kur zahlen Sie also höchstens 210 Euro aus eigener Tasche. Für Geringverdiener und chronisch Kranke gelten Befreiungsregelungen. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Krankenkasse.
Krankenkassen im Vergleich: Zusatzleistungen
Einige gesetzliche Krankenkassen bieten Zusatzleistungen, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen. Diese können Ihre Eigenbeteiligung deutlich reduzieren.
Wichtiger Hinweis: Die folgende Übersicht dient ausschließlich der Orientierung und stellt keine rechtsverbindliche Auskunft dar. Leistungen können sich jederzeit ändern. Bitte erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Krankenkasse nach den aktuell gültigen Bedingungen. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben.
| Krankenkasse | Zuschuss Unterkunft/Verpflegung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| TK (Techniker Krankenkasse) | Bis zu 16 € pro Tag | Erweiterte Beratung, Online-Kurssuche |
| AOK | Regional unterschiedlich, teilweise bis 13 € pro Tag | Länderspezifische Regelungen beachten |
| Barmer | Bis zu 16 € pro Tag | Umfangreiche Kurortdatenbank |
| DAK-Gesundheit | Bis zu 16 € pro Tag | Telefonische Kurberatung inklusive |
| IKK Classic | Bis zu 16 € pro Tag | Partnerkurorte mit Sonderkonditionen |
| HEK | Bis zu 13 € pro Tag | Individuelle Beratung vor Antragstellung |
Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2025. Aktuelle Leistungen bitte direkt bei der jeweiligen Krankenkasse erfragen.
Die beliebtesten Kurorte für Ihre Badekur
Die Wahl des richtigen Kurortes entscheidet maßgeblich über den Erfolg Ihrer Badekur. Jeder Kurort hat seine eigenen Heilmittel und Schwerpunkte abgestimmt auf bestimmte Erkrankungen.
Wir stellen Ihnen bewährte Kurorte in Deutschland und im angrenzenden Ausland vor. Dort profitieren Sie von erstklassiger medizinischer Betreuung und natürlichen Heilquellen.
Kurorte in Deutschland
Bad Füssing – Europas beliebtester Kurort
Bad Füssing in Niederbayern zählt zu den meistbesuchten Kurorten Europas. Drei Thermalquellen mit bis zu 56 Grad Celsius warmem, schwefelhaltigem Thermalwasser prägen das Kurangebot.
Spezialisierung:
- Rheumatische Erkrankungen
- Arthrose und Gelenkbeschwerden
- Wirbelsäulenleiden
- Durchblutungsstörungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Die moderne Infrastruktur, zahlreiche Hotels und ein umfangreiches Freizeitangebot machen Bad Füssing besonders attraktiv. Die Nähe zu Österreich ermöglicht Tagesausflüge in die Region.
Bad Griesbach – Golfparadies mit Heilwasser
Bad Griesbach liegt nur wenige Kilometer von Bad Füssing entfernt. Die fluorid- und schwefelhaltigen Thermalquellen werden seit Jahrzehnten erfolgreich therapeutisch genutzt.
Spezialisierung:
- Orthopädische Erkrankungen
- Rheuma und Arthrose
- Stoffwechselstörungen
- Erkrankungen der Wirbelsäule
Besonderheit: Bad Griesbach gilt als Golfhauptstadt Deutschlands. Wer Bewegungstherapie mit Sport verbinden möchte, findet hier ideale Bedingungen.
Waren (Müritz) – Heilkraft am größten Binnensee
Waren an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern verbindet Kur mit einzigartiger Naturkulisse. Das reizarme Klima und die saubere Luft wirken besonders heilsam auf Atemwege und Haut.
Spezialisierung:
- Atemwegserkrankungen
- Asthma und chronische Bronchitis
- Hauterkrankungen (Neurodermitis, Psoriasis)
- Allergien
- Psychosomatische Erschöpfung
Die Heilmoorpackungen aus regionalem Naturmoor lindern chronische Schmerzen. Die Seenlandschaft lädt zu therapeutischen Spaziergängen und Nordic Walking ein.
Kurorte im Ausland
Wichtiger Hinweis: Badekuren im EU-Ausland können von deutschen Krankenkassen bezuschusst werden, wenn der Kurort vergleichbare Heilmittel bietet und die medizinische Notwendigkeit nachgewiesen ist. Klären Sie die Kostenübernahme unbedingt vorab mit Ihrer Krankenkasse.
Karlsbad (Karlovy Vary), Tschechien – Königin der Kurstädte
Karlsbad ist einer der berühmtesten Kurorte Europas. Zwölf Heilquellen mit unterschiedlicher Mineralstoffzusammensetzung werden seit Jahrhunderten therapeutisch genutzt.
Spezialisierung:
- Erkrankungen des Verdauungssystems
- Stoffwechselstörungen (Diabetes, Gicht)
- Leber- und Gallenleiden
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
- Übergewicht
Die prachtvolle Kurarchitektur, moderne Kureinrichtungen und das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis machen Karlsbad zur Top-Destination. Viele Einrichtungen bieten deutschsprachiges Personal.
Marienbad (Mariánské Lázně), Tschechien – Eleganz trifft Heilkraft
Marienbad liegt malerisch im böhmischen Bäderdreieck. Rund 40 Heilquellen und Mineralbrunnen bieten vielfältige Behandlungsmöglichkeiten.
Spezialisierung:
- Nierenerkrankungen
- Harnwegserkrankungen
- Atemwegserkrankungen
- Stoffwechselerkrankungen
- Gynäkologische Beschwerden
- Bewegungsapparat
Die großzügigen Kuranlagen im Jugendstil, der weitläufige Kurpark und die ruhige Atmosphäre fördern die Genesung. Marienbad gilt als besonders stressfrei und erholsam.
Hévíz, Ungarn – Der größte Thermalsee der Welt
Der Thermalsee von Hévíz ist mit 4,4 Hektar der größte natürliche, biologisch aktive Thermalsee weltweit. Das schwefelhaltige Wasser hat ganzjährig mindestens 26 Grad Celsius.
Spezialisierung:
- Degenerative Gelenkerkrankungen
- Rheumatische Erkrankungen
- Wirbelsäulenleiden
- Chronische Entzündungen des Bewegungsapparates
- Rehabilitation nach Unfällen
Das Baden im warmen See, kombiniert mit Heilschlamm-Packungen, zeigt beeindruckende Erfolge. Die ungarische Kurtradition verbindet medizinische Kompetenz mit herzlicher Gastfreundschaft.
Kolberg (Kołobrzeg), Polen – Ostsee-Heilbad mit Tradition
Kolberg an der polnischen Ostseeküste ist eines der ältesten Seebäder Europas. Jod- und salzhaltige Luft, Meerwasser und Heilmoor bilden die therapeutische Basis.
Spezialisierung:
- Atemwegserkrankungen
- Hauterkrankungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Orthopädische Beschwerden
- Stoffwechselerkrankungen
Das milde Reizklima der Ostsee wirkt regulierend auf das Immunsystem. Moderne Kurhotels bieten umfassende Behandlungsprogramme zu attraktiven Preisen.
Swinemünde (Świnoujście), Polen – Inselkur an der Ostsee
Swinemünde liegt auf der Insel Usedom und bietet heilsames Seeklima kombiniert mit Solequellen. Die Nähe zur deutschen Grenze macht den Ort besonders zugänglich.
Spezialisierung:
- Atemwegserkrankungen
- Allergien
- Hauterkrankungen
- Herz-Kreislauf-Beschwerden
- Orthopädische Erkrankungen
Die breiten Sandstrände, die jodhaltige Seeluft und moderne Kureinrichtungen schaffen ideale Bedingungen für Ihre Genesung. Viele Einrichtungen sind auf deutschsprachige Gäste eingestellt.
Badekur mit Krankenkassenzuschuss
Eine Badekur kann unter bestimmten Voraussetzungen auch finanziell von der Krankenkasse unterstützt werden. Diese Förderung ist besonders für diejenigen von Bedeutung, die aus gesundheitlichen Gründen eine Kur benötigen. Die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse variieren, wobei meist eine medizinische Indikation und eine vorherige Genehmigung erforderlich sind.
Viele Krankenkassen erkennen die positiven Effekte eines Kururlaubs auf die Gesundheit an und bieten daher Zuschüsse, die sich an den individuellen Bedürfnissen des Versicherten orientieren. Wichtig ist es, sich im Vorfeld detailliert über die Bedingungen der Kostenübernahme zu informieren. Einige Krankenkassen übernehmen beispielsweise einen Teil der Behandlungskosten oder bieten Pauschalen für Unterkunft und Verpflegung.
Auf unserer speziellen Informationsseite zum Thema Krankenkassenzuschuss für Ihren Kururlaub finden Sie umfassende Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten, wie Sie finanzielle Unterstützung für Ihren Kururlaub erhalten können. Hier erfahren Sie, welche Schritte notwendig sind, um einen Antrag zu stellen, und erhalten Tipps, wie Sie den Prozess der Kostenübernahme effizient und erfolgreich gestalten können.
Badekur mit Haustürabholung:
Eine Badekur mit Haustürabholung vereint Komfort und erstklassigen Service, um Ihre Erholungsreise von Anfang an so angenehm wie möglich zu gestalten. Dieser Service bietet Ihnen den Vorteil, direkt von Ihrer Haustür abgeholt und zum Kurort Ihrer Wahl gebracht zu werden, sei es zu einer Badekur in Deutschland, Tschechien, der polnischen Ostsee oder Ungarn (Bad Hévíz)
Diese bequeme Option nimmt Ihnen die Last der Reiseplanung ab und ermöglicht es Ihnen, sich voll und ganz auf Ihre Erholung zu konzentrieren. Entdecken Sie, wie eine Badekur mit Haustürabholung Ihren Aufenthalt noch angenehmer macht und Ihnen ein Höchstmaß an Komfort und Service bietet.
Wenn Sie lieber Urlaub mit Eigenanreise bevorzugen, dann bieten wir Ihnen dafür auch die entsprechenden Reiseangebote an.
• Erheblicher Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands
• Neuer, schwerwiegender Diagnose
• Drohender Pflegebedürftigkeit
• Gefährdung der Erwerbsfähigkeit
In diesen Fällen muss Ihr Arzt die medizinische Dringlichkeit ausführlich begründen. Der Medizinische Dienst prüft dann individuell. Privatkuren können Sie jederzeit selbst organisieren unabhängig von der Vier-Jahres-Regel.
• Badekur: Ambulant, selbstorganisiert, Vorsorge und Linderung, Krankenkasse zahlt Behandlungen
• Reha: Meist stationär, organisiert durch Rentenversicherung/Krankenkasse, nach akuten Ereignissen, Vollversorgung inklusive
Beide Maßnahmen ergänzen sich. Eine Reha erfolgt meist nach medizinischen Notfällen, eine Badekur dient der langfristigen Gesundheitserhaltung.
• Antrag muss vor der Kur gestellt werden
• Medizinische Notwendigkeit muss nachgewiesen sein
• Der Kurort muss anerkannte Heilmittel bieten
• Eine gleichwertige Behandlung in Deutschland ist nicht möglich oder nicht zumutbar
Die Kostenübernahme beschränkt sich meist auf die Behandlungskosten. Unterkunft, Verpflegung und Anreise zahlen Sie selbst. Wichtig: Klären Sie die Kostenübernahme unbedingt vor der Buchung mit Ihrer Krankenkasse. Reichen Sie alle erforderlichen Unterlagen rechtzeitig ein. Einige Krankenkassen haben Verträge mit Kurorten in Tschechien, Polen oder Ungarn. Informieren Sie sich über bestehende Kooperationen.
• Setzen Sie empfohlene Therapien zu Hause fort
• Integrieren Sie Bewegung in Ihren Alltag
• Achten Sie auf gesunde Ernährung
• Nutzen Sie lokale Physio- oder Ergotherapie-Angebote
Viele Kurgäste berichten, dass die Badekur einen Wendepunkt darstellte. Die gewonnene Lebensqualität hält oft viele Monate an – besonders wenn Sie die Impulse konsequent umsetzen. Planen Sie nach der Rückkehr bewusst Zeit für Ruhephasen ein. Der Übergang vom Kur-Alltag zurück in den Beruf sollte behutsam erfolgen.