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Gesundheitsurlaub mit Krankenkasse: Präventionsreise oder Kurreise? Wir zeigen Ihnen Unterschiede, Zuschüsse und Voraussetzungen und helfen Ihnen, den passenden Weg für Ihre Gesundheit zu finden.
Seit über 25 Jahren begleitet KURdirekt Gäste in Kurorte in ganz Europa. In unserer Beratung hören wir täglich dieselbe Frage: Welcher Reise mit Krankenkassenzuschuss passt zu mir? Dieser Vergleich gibt Ihnen eine klare Antwort.
Inhaltsverzeichnis
- Was unterscheidet eine Präventionsreise von einer Kurreise?
- Zahlt die Krankenkasse einen Gesundheitsurlaub?
- Welcher Weg passt zu Ihrer Lebenssituation?
- Wie fühlt sich eine Präventionswoche an – und wie eine Kurwoche?
- Welche Voraussetzungen und Fristen gelten?
- Kann ich Präventionsreise und Kurreise kombinieren?
- Was ist im Ruhestand anders?
- Wie hilft Ihnen KURdirekt bei der Entscheidung?
- Aktuelle Reiseangebote für Präventionsreisen und Kurreisen
Was unterscheidet eine Präventionsreise von einer Kurreise?
Eine Präventionsreise hält gesunde Menschen fit, eine Kurreise lindert Beschwerden, die bereits da sind. Bei der Präventionsreise stehen Bewegungskurse in der Gruppe im Mittelpunkt. Bei der Kurreise sind es natürliche Heilmittel wie Thermalwasser, Moor oder Radon. Auch der Weg zum Zuschuss unterscheidet sich deutlich.
Für die Präventionsreise reichen Sie nach der Reise eine Teilnahmebestätigung ein. Für eine bezuschusste Kurreise stellen Sie den Antrag bei Ihrer Krankenkasse immer vor der Reise.
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Das Wichtigste auf einen Blick:
- Eine Präventionsreise beugt vor, eine Kurreise lindert bestehende Beschwerden.
- Für eine Präventionsreise brauchen Sie kein Attest und keinen Antrag vor der Reise.
- Für eine ambulante Vorsorgekur brauchen Sie ein ärztliches Attest und die Genehmigung Ihrer Krankenkasse vor der Reise.
- Flexibler Mittelweg: Beim Kururlaub mit Anwendungszuschuss beteiligt sich die Kasse nach vorherigem Antrag an den Kuranwendungen. Reiseziel, Termin und Dauer wählen Sie selbst.
- Präventionsreise: Die Kasse zahlt je nach Satzung meist 75 bis 150 Euro pro Kurs, im Jahr bis zu 300 Euro.
- Ambulante Vorsorgekur: Die Kasse zahlt bis zu 16 Euro pro Kurtag und einen großen Teil der Anwendungen.
- Eine bezuschusste Vorsorgekur ist in der Regel alle drei Jahre möglich, eine Präventionsreise je nach Kasse jedes Jahr.
- Die Leistungen sind rechtlich getrennt. Ob Ihre Kasse mehrere im selben Jahr bezuschusst, erfragen Sie direkt dort.
Was ist eine Präventionsreise?
Eine Präventionsreise ist ein Kurzurlaub mit einem zertifizierten Bewegungskurs nach § 20 SGB V. Sie richtet sich an Menschen ohne akute Beschwerden, die etwas für ihre Gesundheit tun möchten. Auf dem Programm stehen Kurseinheiten wie Pilates, Gesundheitswandern oder Beweglichkeitstraining. Der Kurs muss bei der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) registriert sein. Nur dann beteiligt sich Ihre gesetzliche Krankenkasse an den Kurskosten. Ein Attest oder ein Antrag vor der Reise ist nicht nötig. Eine Präventionsreise dauert meist drei bis sieben Tage.

Was ist eine Kurreise – mit und ohne Antrag?
Eine Kurreise ist ein Aufenthalt in einem Kurort, bei dem natürliche Heilmittel im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören Thermalwasser, Moor, Radon, Heilquellen oder das Reizklima am Meer. Die Anwendungen richten sich nach Ihren Beschwerden, etwa an Rücken, Gelenken oder Kreislauf. Eine Kurreise gibt es in drei Varianten: als ambulante Vorsorgekur, als Kururlaub mit Zuschuss für die Anwendungen oder als Kururlaub ganz auf eigene Kosten.
Die ambulante Vorsorgekur ist die Kurreise mit dem umfassendsten Kassenzuschuss nach § 23 Abs. 2 SGB V. Ihr Arzt bescheinigt, dass eine Kur medizinisch sinnvoll ist. Ihre Krankenkasse genehmigt den Antrag vor der Reise. Die Kur findet in einem staatlich anerkannten Kurort statt, in Deutschland oder im EU-Ausland. Vor Ort erstellt ein Kurarzt Ihren Behandlungsplan. Die Kasse zahlt einen Tageszuschuss und übernimmt einen großen Teil der Anwendungen. Eine bezuschusste Vorsorgekur ist in der Regel alle drei Jahre möglich.
Beim Kururlaub mit Anwendungszuschuss beteiligt sich die Krankenkasse nur an den Kuranwendungen. Ihr Arzt verordnet die passenden Anwendungen, zum Beispiel Massagen, Bäder oder Krankengymnastik. Diese Verordnung reichen Sie vor der Reise bei Ihrer Kasse ein. Unterkunft, Verpflegung und Anreise zahlen Sie selbst. Dafür sind Sie bei Reiseziel, Termin und Dauer deutlich freier als bei der ambulanten Vorsorgekur. Für viele unserer Gäste ist dieser Weg die unkomplizierte Alternative zur ambulanten Vorsorgekur.
Der Kururlaub als Selbstzahler ist die Kurreise ganz ohne Antrag und ohne Wartezeit. Sie wählen Reiseziel, Dauer, Termin und Anwendungen frei nach Ihren Wünschen. Alle Kosten tragen Sie selbst. Viele Gäste wählen diesen Weg für eine spontane Auszeit oder einen zweiten Kuraufenthalt im Jahr. Auch wer gern länger bleibt oder ein bestimmtes Kurhotel wünscht, reist auf diese Weise ohne Vorgaben.
| Präventionsreise | Ambulante Vorsorgekur | Kururlaub mit Anwendungszuschuss | Kururlaub als Selbstzahler | |
|---|---|---|---|---|
| Ziel | gesund bleiben, vorbeugen | Beschwerden lindern, Erkrankung vorbeugen | Beschwerden lindern | Erholung und Linderung nach eigenem Wunsch |
| Grundlage | § 20 SGB V | § 23 Abs. 2 SGB V | ärztliche Verordnung der Anwendungen | keine |
| Ärztliches Attest | nicht nötig | erforderlich | Verordnung der Anwendungen | nicht nötig |
| Antrag vor der Reise | nein | ja, Genehmigung der Kasse | ja, für die Anwendungen | nein |
| Zuschuss | meist 75–150 € pro Kurs, bis 300 € im Jahr | bis 16 € pro Kurtag plus großer Teil der Anwendungen | anteilig für die Anwendungen | keiner |
| Programm | zertifizierter Bewegungskurs in der Gruppe | Anwendungen nach kurärztlichem Plan | verordnete Anwendungen | Anwendungen nach eigener Wahl |
| Reiseziel | Urlaubsregion mit zertifiziertem Programm | staatlich anerkannter Kurort in Deutschland oder der EU | Kurort Ihrer Wahl, auch in der EU | frei wählbar |
| Dauer | meist 3–7 Tage | meist 2–3 Wochen | frei wählbar | frei wählbar |
| Häufigkeit | je nach Kasse, meist bis zu zwei Kurse pro Jahr | in der Regel alle 3 Jahre | nach Entscheidung der Kasse | unbegrenzt |
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Auskunft gibt Ihre Krankenkasse.
Zahlt die Krankenkasse einen Gesundheitsurlaub?
Ja, die gesetzliche Krankenkasse beteiligt sich an einem Gesundheitsurlaub, aber nie am reinen Urlaub. Sie bezuschusst immer den gesundheitlichen Teil der Reise: den zertifizierten Kurs, die Kuranwendungen oder bei der ambulanten Vorsorgekur zusätzlich einen Tagessatz. Unterkunft, Verpflegung und Anreise zahlen Sie ganz oder überwiegend selbst. Wie hoch der Zuschuss der Krankenkasse für Ihren Urlaub ausfällt, hängt von zwei Dingen ab: vom gewählten Weg und von der Satzung Ihrer Krankenkasse.
Wie viel zahlt die Kasse für eine Präventionsreise?
Für eine Präventionsreise zahlen gesetzliche Krankenkassen meist 75 bis 150 Euro pro Kurs. Viele Kassen bezuschussen bis zu zwei Kurse im Jahr. Der Jahreshöchstbetrag liegt damit bei bis zu 300 Euro. Häufig erstattet die Kasse 80 Prozent der Kursgebühr bis zu diesem Höchstbetrag. Der Zuschuss gilt nur für den Kursanteil, nicht für Hotel und Verpflegung. Nach der Reise reichen Sie die Teilnahmebestätigung bei Ihrer Kasse ein. Viele Kassen setzen voraus, dass Sie an mindestens 80 Prozent der Kurseinheiten teilgenommen haben.
Wie viel zahlt die Kasse für eine ambulante Vorsorgekur?
Bei einer ambulanten Vorsorgekur zahlt die Krankenkasse bis zu 16 Euro pro Kurtag und einen großen Teil der Anwendungen. Der Tagessatz deckt anteilig Unterkunft, Verpflegung und Kurtaxe. Bei einer Kur über 14 Tage sind das bis zu 224 Euro. Hinzu kommen die kurärztlich verordneten Anwendungen, etwa Bäder, Packungen oder Krankengymnastik.Für sie leisten Sie nur die gesetzliche Zuzahlung. Auch die kurärztliche Behandlung übernimmt die Kasse. Sie zahlen vor Ort zunächst selbst. Nach der Kur reichen Sie alle Belege ein und erhalten die Erstattung auf Ihr Konto.
Wie viel zahlt die Kasse beim Kururlaub mit Anwendungszuschuss?
Beim Kururlaub mit Anwendungszuschuss beteiligt sich die Kasse anteilig an den ärztlich verordneten Kuranwendungen. Unterkunft, Verpflegung und Anreise tragen Sie selbst. Ob und in welcher Höhe Ihre Kasse die Anwendungen bezuschusst, entscheidet sie im Einzelfall. Eine feste Frist zwischen zwei Reisen gibt es dabei nicht. Fragen Sie rechtzeitig vor der geplanten Reise bei Ihrer Kasse nach und lassen Sie sich den Zuschuss schriftlich bestätigen. Bewahren Sie vor Ort alle Rechnungen über die Anwendungen auf. Diese reichen Sie nach der Reise zur Erstattung ein
Was zahle ich bei einem Kururlaub als Selbstzahler?
Beim Kururlaub als Selbstzahler tragen Sie alle Kosten selbst, behalten dafür aber volle Freiheit. Sie zahlen Unterkunft, Verpflegung, Anreise, Kurtaxe und die Anwendungen ohne Zuschuss. Dafür entfallen Attest, Antrag und Wartezeit. Viele Kurhotels bieten Pakete an, in denen die Anwendungen bereits enthalten sind. So kennen Sie Ihre Kosten schon vor der Buchung. Dieser Weg eignet sich besonders für eine spontane Auszeit oder einen zweiten Kuraufenthalt im Jahr.
Gilt der Kassenzuschuss auch für Kurreisen in Tschechien, Polen und Ungarn?
Ja, gesetzliche Krankenkassen bezuschussen auch Kurreisen ins EU-Ausland, zum Beispiel nach Tschechien, Polen oder Ungarn. Das gilt für die ambulante Vorsorgekur in einem staatlich anerkannten Kurort ebenso wie für den Kururlaub mit Anwendungszuschuss. Beliebte Ziele sind das Böhmische Bäderdreieck mit Marienbad, Franzensbad und Karlsbad, die polnische Ostseeküste und Hévíz in Ungarn. Die Erstattung richtet sich in der Regel nach den Sätzen, die für vergleichbare Leistungen in Deutschland gelten. Da Unterkunft und Anwendungen dort oft günstiger sind, bleibt Ihr Eigenanteil häufig spürbar niedriger.

Welcher Weg passt zu Ihrer Lebenssituation?
Welcher Weg der richtige ist, hängt vor allem davon ab, ob Sie vorbeugen oder Beschwerden lindern möchten. Ein zweiter Punkt ist, wie frei Sie bei Termin, Reiseziel und Dauer sein wollen. Die folgenden vier Lebenssituationen kennen wir aus vielen Gesprächen mit unseren Gästen. Finden Sie sich in einer davon wieder, haben Sie Ihren Weg meist schon gefunden. Im Zweifel hilft ein kurzes Gespräch mit Ihrem Hausarzt und Ihrer Krankenkasse.

Was passt, wenn Sie sich fit fühlen und es bleiben möchten?
Wenn Sie sich gesund fühlen und aktiv vorbeugen möchten, ist die Präventionsreise der passende Weg. Sie haben keine Beschwerden, die behandelt werden müssen. Sie möchten aber beweglich bleiben, Ihre Ausdauer stärken oder neue Übungen für zu Hause lernen. Eine Präventionsreise verbindet einige Urlaubstage mit einem zertifizierten Bewegungsprogramm. Sie lernen andere Menschen kennen, die dasselbe Ziel haben. Ein Attest brauchen Sie nicht. Die Präventionsreise eignet sich auch für den Einstieg, wenn Sie Gesundheit im Urlaub zum ersten Mal ausprobieren möchten.
Was passt, wenn sich Ihr Körper regelmäßig meldet?
Wenn Sie wiederkehrende Beschwerden haben, ist die ambulante Vorsorgekur der passende Weg. Typisch sind ein Rücken, der morgens steif ist, Gelenke, die bei Wetterwechsel schmerzen, oder ein Kreislauf, der schnell schwächelt. Hier helfen natürliche Heilmittel wie Thermalwasser, Moor oder Radon unter kurärztlicher Begleitung. Die Vorsorgekur bietet den umfassendsten Kassenzuschuss. Dafür brauchen Sie ein Attest und die Genehmigung Ihrer Kasse vor der Reise. Planen Sie deshalb einige Wochen Vorlauf ein, bevor Sie verbindlich buchen.
Was passt, wenn Sie flexibel reisen und trotzdem einen Zuschuss möchten?
Wenn Sie Kuranwendungen brauchen, aber Reiseziel und Termin selbst bestimmen möchten, ist der Kururlaub mit Anwendungszuschuss der passende Weg. Ihr Arzt verordnet die Anwendungen. Ihre Kasse sagt den Zuschuss vor der Reise zu. Alles Weitere entscheiden Sie selbst: zum Beispiel zwei Wochen Ostseeluft in Kolberg im Mai oder drei Wochen Marienbad im Herbst. Eine feste Frist zwischen zwei Reisen gibt es nicht. Viele unserer Gäste wählen diesen Weg, weil er Zuschuss und Freiheit verbindet.
Was passt, wenn Sie spontan oder ein zweites Mal im Jahr verreisen möchten?
Wenn Sie ohne Antrag und Wartezeit verreisen möchten, ist der Kururlaub als Selbstzahler der passende Weg. Das gilt zum Beispiel, wenn die letzte bezuschusste Kur noch keine drei Jahre zurückliegt. Auch für eine kurze Auszeit zwischen zwei längeren Kuraufenthalten eignet sich dieser Weg. Sie wählen Kurhotel, Dauer und Anwendungen nach Ihren Wünschen. Pakete mit enthaltenen Anwendungen machen die Kosten von Anfang an planbar.
Wie fühlt sich eine Präventionswoche an – und wie eine Kurwoche?
Auf einer Präventionsreise sind Sie selbst aktiv, auf einer Kurreise lassen Sie die Heilmittel für sich wirken. Das prägt den gesamten Tagesrhythmus. In der Präventionswoche bewegen Sie sich gemeinsam mit einer Gruppe unter Anleitung. In der Kurwoche folgen Sie einem persönlichen Plan mit Anwendungen und bewussten Ruhepausen. Beide Formen tun gut. Sie fühlen sich aber deutlich unterschiedlich an. Viele unserer Gäste wissen nach dieser Beschreibung schnell, was besser zu ihnen passt.
Wie sieht ein Tag auf einer Präventionsreise aus?
Ein Tag auf einer Präventionsreise beginnt meist mit einer gemeinsamen Kurseinheit in der Gruppe. Das kann Walking am Deich sein, Pilates im Kursraum oder Beweglichkeitstraining am Strand. Bei schlechtem Wetter findet die Einheit im Hotel statt. Ausgebildete Kursleiter zeigen Ihnen die Übungen und achten auf Ihre Haltung. Zwischen den Einheiten bleibt Zeit für Spaziergänge, das Schwimmbad oder einen Ausflug in die Umgebung. Viele Gäste nehmen Übungen mit nach Hause, die sie im Alltag weiterführen. Genau das ist das Ziel einer Präventionsreise.
Wie sieht ein Tag auf einer Kurreise aus?
Ein Tag auf einer Kurreise folgt einem persönlichen Anwendungsplan, der sich nach Ihren Beschwerden richtet. Zu Beginn bespricht ein Kurarzt mit Ihnen, welche Anwendungen sinnvoll sind. Danach verteilen sich Bäder, Packungen, Massagen oder Krankengymnastik über den Tag. Dazwischen liegen bewusste Ruhephasen, denn der Körper braucht Zeit, um auf die Heilmittel zu reagieren. Viele Gäste gehen zwischen den Anwendungen im Kurpark spazieren oder besuchen eine Trinkhalle. Eine Kurreise ist ruhiger als eine Präventionsreise und schenkt Ihnen echte Erholung.
Welcher Rhythmus ist für Sie angenehmer?
Wenn Sie gern in Bewegung sind und Gemeinschaft schätzen, fühlen Sie sich auf einer Präventionsreise wohl. Die Gruppe motiviert, und der Tag hat eine klare Struktur. Wenn Sie dagegen zur Ruhe kommen möchten und Ihren eigenen Takt brauchen, passt eine Kurreise besser. Dort bestimmt Ihr Anwendungsplan den Tag, nicht eine Gruppe. Auch die Dauer spielt eine Rolle. Eine Präventionsreise passt in eine Woche, eine Kurreise entfaltet ihre Wirkung meist erst über mehrere Wochen.
| Präventionsreise | Kurreise | |
|---|---|---|
| Ihre Rolle | Sie werden selbst aktiv | Sie lassen die Heilmittel wirken |
| Tagesablauf | gemeinsame Kurseinheiten in der Gruppe | persönlicher Anwendungsplan |
| Stimmung | lebhaft, gesellig, motivierend | ruhig, erholsam, bei sich selbst |
| Was bleibt | Übungen für den Alltag zu Hause | spürbare Erholung und Linderung |
Welche Voraussetzungen und Fristen gelten?
Die Voraussetzungen hängen davon ab, ob Ihre Kasse einen Kurs oder medizinische Anwendungen bezuschusst. Für eine Präventionsreise genügt die Teilnahme an einem zertifizierten Kurs. Für eine ambulante Vorsorgekur brauchen Sie ein Attest und eine Genehmigung vor der Reise. Für den Kururlaub mit Anwendungszuschuss brauchen Sie eine ärztliche Verordnung und eine Zusage Ihrer Kasse. Als Selbstzahler müssen Sie keine Voraussetzungen erfüllen. Alle Zuschüsse gelten zunächst für gesetzlich Versicherte.
Brauche ich für eine Präventionsreise oder eine Kurreise ein Attest?
Für eine Präventionsreise brauchen Sie kein Attest, für eine ambulante Vorsorgekur schon. Bei der Präventionsreise genügt es, dass der Kurs bei der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert ist. Bei der ambulanten Vorsorgekur bescheinigt Ihr Hausarzt oder Facharzt, dass eine Kur medizinisch sinnvoll ist und Sie kurfähig sind. Beim Kururlaub mit Anwendungszuschuss verordnet Ihr Arzt die einzelnen Anwendungen, etwa Massagen oder Bäder. Sprechen Sie Ihren Arzt gezielt auf die Variante an, die Sie planen.
Muss ich den Zuschuss vor der Reise beantragen?
Nur für die Präventionsreise beantragen Sie den Zuschuss nach der Reise, für alle Kurvarianten vorher. Bei der Präventionsreise reichen Sie nach Ihrer Rückkehr die Teilnahmebestätigung ein. Bei der ambulanten Vorsorgekur stellen Sie den Antrag mit Attest vor der Reise und warten die schriftliche Genehmigung ab. Rechnen Sie mit vier bis sechs Wochen Bearbeitungszeit. Beim Kururlaub mit Anwendungszuschuss fragen Sie einige Wochen vor der Reise bei Ihrer Kasse nach. Buchen Sie verbindlich erst, wenn die Zusage Ihrer Kasse schriftlich vorliegt.
Wie oft ist ein Zuschuss möglich?
Eine Präventionsreise bezuschussen viele Kassen jedes Jahr, eine ambulante Vorsorgekur in der Regel alle drei Jahre. Bei der Präventionsreise fördern die meisten Kassen bis zu zwei Kurse pro Kalenderjahr. Bei der ambulanten Vorsorgekur gilt eine Wiederholungsfrist von drei Jahren. In medizinisch begründeten Fällen kann die Kasse auch früher zustimmen. Beim Kururlaub mit Anwendungszuschuss gibt es keine feste Frist. Hier entscheidet Ihre Kasse jedes Mal neu. Ein Kururlaub als Selbstzahler ist jederzeit und beliebig oft möglich.
Gilt das auch für privat Versicherte?
Privat Versicherte erhalten einen Zuschuss nur, wenn ihr Tarif das vorsieht. Die Regeln nach § 20 und § 23 SGB V gelten ausschließlich für die gesetzliche Krankenversicherung. Viele private Tarife erstatten trotzdem ärztlich verordnete Anwendungen oder Teile einer Kur. Manche beteiligen sich auch an Präventionskursen. Fragen Sie vor der Buchung direkt bei Ihrem Versicherer nach und lassen Sie sich die Zusage schriftlich geben.
| Präventionsreise | Ambulante Vorsorgekur | Kururlaub mit Anwendungszuschuss | Kururlaub als Selbstzahler | |
|---|---|---|---|---|
| Attest / Verordnung | nein | Attest erforderlich | Verordnung der Anwendungen | nein |
| Zuschuss beantragen | nach der Reise | vor der Reise | vor der Reise | entfällt |
| Vorlauf | keiner | mindestens 4–6 Wochen | einige Wochen | keiner |
| Wiederholung | meist bis zu 2 Kurse pro Jahr | in der Regel alle 3 Jahre | keine feste Frist | jederzeit |
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Auskunft gibt Ihre Krankenkasse.
Kann ich Präventionsreise und Kurreise kombinieren?
Ja, Präventionsreise und Kurreise lassen sich grundsätzlich kombinieren, denn es sind rechtlich getrennte Leistungen. Der Zuschuss für eine Präventionsreise beruht auf § 20 SGB V. Die ambulante Vorsorgekur beruht auf § 23 SGB V. Beide haben eigene Budgets und eigene Fristen. Einzelne Krankenkassen schließen eine doppelte Förderung im selben Jahr in ihrer Satzung aber aus. Fragen Sie deshalb vor der Planung bei Ihrer Kasse nach, welche Zuschüsse Sie im selben Kalenderjahr erhalten können.
Wie kann ein gesundes Jahr mit beiden Reisearten aussehen?
Ein bewährter Rhythmus ist: im Frühjahr aktiv vorbeugen, im Herbst gezielt kuren. Im Frühjahr bringt eine Präventionsreise Bewegung in den Alltag, zum Beispiel beim Gesundheitswandern im Harz. Die Übungen begleiten Sie anschließend durch den Sommer. Im Herbst lindert eine Kurreise die Beschwerden, die sich über das Jahr angesammelt haben, etwa mit Thermalwasser oder Moor. So wechseln sich aktive Vorsorge und tiefe Erholung sinnvoll ab. Vor beiden Reisen klären Sie mit Ihrer Kasse, welcher Zuschuss möglich ist.
Kann ich eine bezuschusste Kur auf eigene Kosten verlängern?
Ja, eine bezuschusste Kurreise können Sie in der Regel auf eigene Kosten verlängern. Der Zuschuss Ihrer Kasse gilt nur für die genehmigten Kurtage und Anwendungen. Zusätzliche Tage und weitere Anwendungen zahlen Sie selbst. Viele Gäste nutzen das, um nach den Anwendungen noch einige ruhige Tage anzuhängen. Auch einen Kururlaub mit Anwendungszuschuss können Sie beliebig verlängern. Teilen Sie uns bei der Buchung mit, welche Tage bezuschusst sind, damit Ihre Unterlagen für die Kasse stimmen.
Was ist im Ruhestand anders?
Im Ruhestand gelten dieselben Regeln für den Kassenzuschuss, aber Sie haben bei der Planung deutlich mehr Freiheit. Sie brauchen keinen Urlaubsantrag beim Arbeitgeber und sind nicht an Schulferien gebunden. Damit können Sie ruhige Reisezeiten nutzen und länger bleiben. Gerade für eine Kurreise ist das ein großer Vorteil, denn Anwendungen wirken besser, wenn Sie sich Zeit nehmen. Viele unserer Gäste entdecken im Ruhestand, wie gut sich Präventionsreise und Kurreise im Jahr ergänzen.
Gibt es eine Kur für Rentner auf Kassenkosten?
Ja, auch im Ruhestand bezuschusst Ihre gesetzliche Krankenkasse eine ambulante Vorsorgekur, einen Kururlaub mit Anwendungszuschuss und eine Präventionsreise. Eine Altersgrenze gibt es dabei nicht. Es gelten dieselben Voraussetzungen und Fristen wie für Berufstätige. Eine spezielle „Rentnerkur“ als eigene Leistung gibt es nicht. Davon zu unterscheiden ist die medizinische Rehabilitation, etwa nach einer Operation. Für sie ist im Ruhestand meist die Krankenkasse zuständig, nicht mehr die Rentenversicherung.
Welche Vorteile bietet der Ruhestand bei der Reiseplanung?
Im Ruhestand können Sie Nebensaison, längere Aufenthalte und kurzfristige Termine nutzen. Im Frühjahr und Herbst sind Kurorte ruhiger, und viele Kurhotels bieten günstigere Preise. Statt einer Woche können Sie drei Wochen bleiben, ohne auf Urlaubstage zu achten. Das gibt dem Körper Zeit, auf die Anwendungen zu reagieren. Auch auf eine Zusage Ihrer Krankenkasse können Sie flexibel reagieren. Wer zeitlich ungebunden ist, findet leichter den passenden Termin im Wunschhotel.
Wie reisen Sie entspannt an, auch allein?
Am entspanntesten reisen Sie mit der Busanreise inklusive Haustürabholung, die KURdirekt für viele Kurreisen anbietet. Der Fahrer holt Sie zu Hause ab und bringt Sie direkt ins Kurhotel. Sie müssen weder Koffer tragen noch umsteigen. Auch allein Reisende sind bei Kurreisen gut aufgehoben, denn viele Gäste reisen ohne Begleitung an. Ausgewählte Kurhotels verzichten zudem auf einen Einzelzimmerzuschlag. Auf einer Präventionsreise finden allein Reisende über die Gruppe besonders schnell Anschluss.

Wie hilft Ihnen KURdirekt bei der Entscheidung?
KURdirekt berät Sie kostenlos und persönlich, welcher Weg zu Ihrer Gesundheit und Ihrer Krankenkasse passt. Seit über 25 Jahren begleiten wir Gäste zu Präventionsreisen und Kurreisen in Deutschland, Tschechien, Polen, Ungarn und den Niederlanden. Wir kennen die Kurorte, die Hotels und die Fragen, die vor einer Reise mit Kassenzuschuss auftauchen. Für den Antrag bei Ihrer Krankenkasse stellen wir Ihnen auf Anfrage die nötigen Reiseunterlagen zusammen. So können Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: Ihre Gesundheit.
Rufen Sie uns an oder stöbern Sie in Ruhe in unseren Angeboten. Ob Sie aktiv vorbeugen oder Beschwerden lindern möchten: Gemeinsam finden wir die Reise, die zu Ihnen passt.
Aktuelle Reiseangebote für Präventionsreisen und Kurreisen
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